Hamburg behält gegen trauernde Berliner knapp die Oberhand

13. Mai 2018
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Hamburg Stealers
7:6
Berlin Flamingos

Für die Berlin Flamingos war auch die dritte Begegnung nach dem tragischen Unglück um die Familie ihres Spielers Ron Rodriguez nicht von Erfolg gekrönt. In einer engen Partie unterlagen die Hauptstädter am Ende mit 6:7 bei den Hamburg Stealers und verlieren damit weiter an Boden im Rennen um die ersten vier Plätze. Jon Pawling war mit drei Hits, zwei Runs und einem RBI der Hauptprotagonist bei den Hanseaten. Bei den Berlinern gelangen Maikel Azcuy und Jimmy Kolawole Homeruns.

Nach den beiden deutlichen Niederlagen am Donnerstag war den Flamingos der Schock und die Trauer um den Tod von Jenny Rodriguez auch im dritten Aufeinandertreffen mit den Stealers noch ins Gesicht geschrieben. Werfer Kenneth Chiu (5 IP, 6 H, 6 R, 4 K, 5 BB) fand nur schwer in die Partie und musste im zweiten Durchgang vier Zähler hinnehmen. Mit einem Error und zwei Hit Batsmen brachten sich die Berliner selbst in die Bredouille. Alex Harms, Michael Kujoth, Jon Pawling und Max Pfeifer nutzen die Unsicherheiten der Gäste gnadenlos aus und brachten ihr Team mit 4:0 in Front.

Doch die Flamingos blieben im Spiel. Schon im dritten Durchgang konterten die Hauptstädter. Nico Kannapin und Tim Wägner gelangen per Walk bzw. Hit auf Base und positionierten sich für Michael Azcuys großen Auftritt. Mit einem Three-Run-Homerun brachte der Brite den Aufsteiger bis auf einen Zähler heran. Im fünften Spielabschnitt folgte der Ausgleich. Pawling hatte zwischenzeitlich auf 5:3 für die Hamburger erhöht, als Wägner zunächst mit einem fulminanten Triple Kannapin nach Hause schickte, um kurz darauf selbst den 5:5-Ausgleich zu markieren.

Die Stealers reagierten wenig beeindruckt. Michael Kujoth und Michael Barrientos versetzten den Berlinern mit jeweils einem Run im fünften und sechsten Abschnitt den nächsten Schlag. Doch weiterhin gaben sich die Flamingos nicht auf. Mit einem Solo Homerun gegen den eingewechselten Hamburger Werfer Pontus Bystöm verkürzte Jimmy Kulawole im vorletzten Inning noch einmal auf 6:7. Der Schwede (4 IP, 3 H, 1 R, 1 K, 3 BB) behielt in der Folge jedoch die Nerven und bescherte seinem Team sowie Starter Simon Bäumer (5 IP, 5 H, 5 R, 6 K, 3 BB) den Win.

Veröffentlicht in: Report
Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren