Legionäre brennen auf Final-Revanche / Mainz empfängt München-Haar

21. April 2016
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Die Heidenheim Heideköpfe schwangen im Südschlager kräftig die Schläger (Foto: G. Eisenhuth).

Sowohl die Heidenheim Heideköpfe als auch die Buchbinder Legionäre Regensburg kamen nicht optimal aus den Startlöchern (Foto: Gregor Eisenhuth, www.eisenhuth-photographie.de)

Am vierten Spieltag der Bundesliga Süd kommt es zum Kracher: Erstmals in dieser Saison treffen die beiden Vorjahres-Finalisten aufeinander. Zum Night Game am Freitagabend (19 Uhr) empfängt Titelverteidiger Heidenheim Heideköpfe die Buchbinder Legionäre. Nach der bitteren Pleite im Endspiel 2015 sinnen die Regensburger auf Revanche. Das zweite Duell steigt am Samstag um 16 Uhr. Die Mainz Athletics laden die München-Haar Disciples ebenfalls bereits am Freitagabend. Hier steigt das zweite Aufeinandertreffen am Samstag um 14 Uhr. Doubleheader bestreiten die vier restlichen Teams am Samstag. Die Mannheim Tornados treten bei den Bad Homburg Hornets an (ab 12 Uhr). Tabellenführer Stuttgart Reds erwartet die Tübingen Hawks in Bad Cannstatt zum Derby (ab 13 Uhr).

Bei Legionären sitzt der Stachel tief

Der Schock sitzt den Buchbinder Legionären noch immer in den Knochen. Bereits vor dem Start der Saison blies Trainer Ivan Rodriguez zum Angriff. „Es gibt einen deutschen Meister. Aber wir sind das Team, das es zu schlagen gilt“, erklärte der Venezolaner vor ein paar Wochen. Auch vor dem Rematch mit den Heidenheim Heideköpfen stellt Rodriguez noch einmal klar, wie sehr ihn die Finalpleite wurmt. „Ich denke jeden einzelnen Tag daran“, gesteht der Coach der Regensburger.

An Motivation sollte es den Seinen also nicht im Geringsten mangeln. Möglicherweise aber an der Frische. Erst am späten Mittwochabend feierten die Oberpfälzer in der neu gegründeten Euro League in Brno ihren ersten Sieg. Für Rodriguez stellt dies allerdings kein Problem dar. „Mehr Spiele ist das, was wir alle wollen“, sagt der 44-Jährige. Gegen die Heidenheimer kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Chris Zirzlmeier ist wieder genesen, auch Pitcher Blake Hassebrock scheint seine Blessur auskuriert zu haben.

Titelverteidiger geht es gemächlich an

Bei den Heidenheim Heideköpfen backt man zu Saisonbeginn fast schon traditionell kleinere Brötchen. „Wir sind noch lange nicht in der Form des Vorjahres“, erklärt Manager Klaus Eckle. Die Truppe soll sich auch diesmal erst während des Jahres finden und weiter verstärkt werden. Der Auftakt verlief mit Niederlagen gegen Mannheim und Mainz denn auch durchschnittlich. „In Anbetracht der Umstände muss man mit den Teilerfolgen zufrieden sein“, sagt Eckle und fährt fort: „Das zweite Spiel gegen Mainz muss erst einmal gewonnen werden, gegen Mannheim haben wir mit Sicherheit unter unseren Möglichkeiten gespielt.“

Haarer Traum gegen Mainzer Wirklichkeit

Ob die Schwächen der Einen oder die Stärken der Anderen, die Mainz Athletics wurden ihrer Rolle als Geheimfavorit im Süden bislang gerecht. Trotz des harten Auftaktprogramms liegen die Grün-Gelben nach Erfolgen gegen Heidenheim und Regensburg mit einer Bilanz von 4:2-Siegen gleichauf mit den großen Rivalen. Ein Szenario, von dem die Haar Disciples vor der Saison noch träumten. Die Realität sieht nach drei Spieltagen aber ein wenig anders aus. Drei Pleiten setzte es gleich zu Beginn gegen Mannheim und Stuttgart. In Mainz wollen die Münchner (3:3-Siege) nun erstmals in diesem Jahr für eine positive Überraschung sorgen.

Stuttgart will Position im Derby festigen

Ein nahezu perfekter Saisonstart gelang den Stuttgart Reds. Erst das Wetter bremste die Bad Cannstätter am vergangenen Wochenende in Mannheim aus. Mit drei Siegen bei nur einer Niederlage thront der Halbfinalist von 2014 vor der schier übermächtigen Konkurrenz aus Heidenheim und Regensburg an der Spitze. Im Schwaben-Derby gegen die Tübingen Hawks will das Team von Spielertrainer Gavin Ng (Interview der Woche) seine Position festigen. Tübingen feierte bislang nur gegen Bad Homburg einen Erfolg. Die Hornets (1:5-Siege) wollen ihrerseits mit einem Doppelerfolg an Rekordmeister Mannheim (2:2) vorbeiziehen.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren