Legionäre mit neuem Coach zum Gipfeltreffen / Playoff-Kampf in Stuttgart

07. July 2016
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Viele Augen richten sich im Halbfinal-Duell der Buchbinder Legionäre mit den Alligators auf das Solinger Eigengewächs Kai Gronauer (r.) in Diensten der Regensburger (Foto: Walter Keller, www.catchthefever.de)

Ex-US-Profi Kai Gronauer (r.) wird künftig das Zepter als Headcoach bei den Buchbinder Legionären Regensburg in der Hand halten (Foto: Walter Keller, www.catchthefever.de)

Das Wochenende in der Bundesliga Süd wird überstrahlt vom Gipfeltreffen zwischen den Mainz Athletics und den Buchbinder Legionären. Am zwölften Spieltag könnte eine Vorentscheidung im Kampf um die Südmeisterschaft fallen. Die Mainzer liegen vor den Topspielen am Freitagabend (19 Uhr) und Samstagnachmittag (14 Uhr) am heimischen Hartmühlenweg in der Pole Position. Der Kampf um Platz vier wird am Samstag (ab 13 Uhr) in Stuttgart ausgerufen. Die Reds empfangen die punktgleichen Mannheim Tornados zum direkten Duell um den letzten Playoff-Platz. Zum Nutznießer könnten die München-Haar Disciples werden, die zeitgleich bei den Tübingen Hawks antreten. Zudem erwarten die Heidenheim Heideköpfe die Bad Homburg Hornets zur Pflichtaufgabe.

Spiel eins nach Rodriguez-Entlassung

Turbulent ging es in der letzten Woche in Regensburg zu. Völlig überraschend gaben die Buchbinder Legionäre ihrem Trainer Ivan Rodriguez den Laufpass. Kai Gronauer wird bis auf Weiteres die Geschicke als Headcoach übernehmen. Der Zeitpunkt der Entlassung direkt zwischen den Topspielen gegen Heidenheim und Mainz kann durchaus als gewagt angesehen werden. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft im direkten Duell um die Südmeisterschaft auf die ungewohnte Unruhe beim fünffachen Meister reagiert. „Im ersten Moment war es sicher für die Spieler in gewisser Weise ein Schock, allerdings sind wir alle jetzt nur noch auf das nächste Spiel fokussiert“, erklärt Neu-Coach Gronauer.

Mainz will Siegeszug fortsetzen

Die Mainz Athletics plagen derlei Sorgen nicht. Nach zehn Siegen aus den letzten elf Spielen stehen die A’s drei Spieltage vor Saisonende auf Platz eins im Süden. Erinnerung an erfolgreiche Zeiten leben auf. Allerdings müssen die Grün-Gelben nach den Legionären auch noch gegen Heidenheim antreten. Der Kampf um die Südmeisterschaft ist also weiter in vollem Gange. Mit einem Doppelerfolg zuhause könnten die Rheinhessen allerdings einen großen Schritt gehen. In den Hinspielen teilten sich die beiden Erzrivalen die Siege. Seither hat das Team von Uli Wermuth den langzeitverletzten Shortstop Trey Stover durch Thomas De Wolf ersetzt. Vor allem die Offensive der A’s wurde dadurch noch einmal aufgewertet.

Viertes Playoff-Ticket heiß begehrt

Während in Mainz Platz eins auf dem Spiel steht, steigt in Bad Cannstatt am Samstag das direkte Duell um das vierte Playoff-Ticket. Mit 11:9-Siegen liegen die Stuttgart Reds und die Mannheim Tornados gleichauf. Den Hausherren droht nach ihrem sensationellen Saisonstart die Puste auszugehen. Nur eines ihrer letzten fünf Spiele konnten die „Roten“ gewinnen. Die Pleite im Nachholspiel gegen Tübingen vor anderthalb Wochen tat ihr Übriges. Gegen den Rekordmeister müssen die Stuttgarter den Trend nun unbedingt stoppen, um nicht an diesem Wochenende schon bis auf Rang sechs durchgereicht zu werden. Umgekehrt sind die Vorzeichen bei den Tornados. Die letzten sieben Partien entschieden die Mannheimer für sich, darunter die bislang einzige Begegnung mit Stuttgart.

Haar und Heidenheim lauern auf Patzer

Die Haar Disciples könnten die Gunst der Stunde nutzen und zumindest einen Platz im Playoff-Rennen gut machen. Nur einen Erfolg weniger (10:11) als das Duo Mannheim/Stuttgart haben die Münchner auf dem Konto. Zwei Siege in Tübingen sind im Schlussspurt um Rang vier fest eingeplant. Die Hawks feierten gegen Stuttgart erst ihren zweiten Saisonsieg.
Gleiches wie für Haar gilt für Heidenheim. Während Mainz und Regensburg sich die Siege klauen, wollen die Heideköpfe mit zwei Pflichtsiegen gegen die Bad Homburg Hornets (1:20) wieder näher an das Spitzenduo heranrücken. Noch ist der erste Platz im Süden für den Titelverteidiger in Reichweite.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren