Playoff-Vorgeschmack: Top Vier im Süden unter sich

02. July 2015
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Die Mainz Athletics legten mit Homeruns los. Am Ende reichte es aber nicht zum Sieg. (Foto: Szidat, T.)

In Mainz steht das 100. Bundesliga-Duell der Athletics mit den Buchbinder Legionären Regensburg an (Foto: Tanja Szidat)

Die Lage in der Bundesliga Süd spitzt sich ein paar Wochen vor Ende der regulären Saison zu. Am zwölften Spieltag könnten einige Vorentscheidungen fallen. Die Top Vier treffen in zwei Duellen direkt aufeinander. Den Anfang machen dabei die Mainz Athletics und die Buchbinder Legionäre am Freitagabend (19 Uhr). Die zweite Begegnung des Vierten gegen den Ersten steigt am Samstag um 14 Uhr. Erst am Sonntag fordert der Dritte Haar den Zweiten aus Heidenheim. Der Doubleheader in München-Eglfing steigt ab 13 Uhr. Bereits am Samstag (13 Uhr) empfängt Stuttgart im Baden-Württemberg-Derby Tübingen sowie Bad Homburg die Mannheim Tornados.

Vier gegen eins: Das Abrutschen droht

Eine richtungsweisende Auseinandersetzung steht am Mainzer Hartmühlenweg auf dem Programm. Wenn die Mainz Athletics und die Buchbinder Legionäre am Freitagabend zum 100. Mal in der Bundesliga aufeinander treffen, geht es für beide um viel. Für die Mainzer steht die Playoff-Teilnahme erneut in Frage. Vor allen Dingen, wenn die Grün-Gelben gegen den Spitzenreiter den Kürzeren ziehen sollten, droht der undankbare Rang fünf. Mit einer Bilanz von 12:8-Siegen liegt das Team von Trainer Ulli Wermuth andererseits nur aufgrund der weniger absolvierten Partien hinter Haar (14:8). Platz drei ist daher noch zum Greifen.

Die Legionäre auf der anderen Seite laufen Gefahr, ihren lange Zeit komfortablen Vorsprung an der Spitze auf den letzten Drücker noch zu verspielen. Mit Splits gegen Mannheim und zuletzt Haar brachte sich das Team von Trainer Ivan Rodriguez selbst wieder unter Zugzwang. Nur noch eine Niederlage rangieren die Oberpfälzer vor den Heidenheim Heideköpfen. Das direkte Duell des Topduos steigt am letzten Spieltag. Im Jubiläumsspiel in Mainz wollen die Regensburger am besten nichts anbrennen lassen. Die Vergangenheit der beiden Erzrivalen allerdings deutet eher auf zwei hart umkämpfte Begegnungen hin.

Drei gegen zwei: Nervenstärke gegen Siegesserie

In München-Haar ist die Stimmung derzeit blendend. Nach zwei Erfolgen gegen den direkten Konkurrenten Stuttgart nahmen die Disciples Kurs auf ihre sechste Playoff-Teilnahme in Serie. Mit einem Erfolg bei den Buchbinder Legionären stellten die Haarer ihre Qualitäten vor allem in knappen Partien abermals unter Beweis. Schon sechsmal behielten die „Jünger“ mit nur einem Zähler die Oberhand – Liga-Spitze! In den Hinspielen in Heidenheim waren die Lila-Gelben noch mit einem Run Unterschied unterlegen. Bei den Münchnern läuft es derzeit jedoch rund.

Auch die Heideköpfe schwimmen momentan auf der Erfolgswelle. Mit acht Siegen in Serie rückte der Vizemeister Regensburg auf die Pelle. Wie so oft fand das Team erst im Laufe der Saison zueinander und scheint erneut rechtzeitig zur entscheidenden Phase voll auf der Höhe zu sein. Mit zwei weiteren Erfolgen wollen die Ostschwaben den Druck auf den Spitzenreiter erhöhen und sich gleichzeitig der Konkurrenz im Kampf um die Playoffs erwehren. Der Blick der Heidenheimer richtet sich vor den Duellen in Haar eindeutig nach oben.

Stuttgart will Minimal-Chance erhalten

Während sich die Top Vier gegenseitig die Punkte nehmen, lauern die Stuttgart Reds im Verborgenen. Die Chancen auf die Playoff-Teilnahme ist für den Halbfinalisten aus dem Vorjahr zwar gering, aber genau dies will sich die Truppe von Spielertrainer Gavin Ng zu Nutzen machen. Ein Doppelsieg gegen den Lokalrivalen aus Tübingen ist dafür allerdings Pflicht. Mannheim greift nach der Spielabsage in der Vorwoche nun in Bad Homburg wieder ins Geschehen ein.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren