Spieler der Woche: James McOwen (Heidenheim Heideköpfe)

27. August 2013
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James McOwen schlittert in eine weitere “Spieler der Woche”-Auszeichnung hinein (Foto: Linkert, K.)

 

Es ist Play-off-Zeit in Baseball-Deutschland. Bei der Vergabe unseres allwöchentlichen persönlichen Awards kommen nun nicht mehr aufgeblasene Stats in Spielen zwischen Arm und Reich, Favorit und Underdog, oben und unten zum Zug. Da reichen ein paar Hits gegen den Tabellenletzten nicht mehr aus, um die Jury zu beeindrucken. Da fallen ein Dutzend Strikeouts gegen Kleinpopelsdorf eben nicht mehr so ins Gewicht. Nein, wer jetzt ausgezeichnet werden will, der muss gegen die Big Boys der Liga bestehen oder zumindest ein echter Gamewinner, ein Clutch-Performer oder ein Go-to-Guy gewesen sein, der die Kohlen aus dem Feuer holte…

Also, wer hat sich ausgezeichnet zum Viertelfinalstart? Sehr viel Charme hatten die 17 Strikeouts, die sich der gerade rechtzeitig wiedergenesene Patrick Haugen für seine Mainzer gegen die Bonn Capitals ans Revers heftete. Die Rheinhessen holten sich dank Haugens Heldentat den Split und gehen mit viel Hoffnung in die Rückspiele am Wochenende. Stuttgarts Chris Beck hatte gegen die schwäbische Konkurrenz aus Tübingen sechs Hits, darunter ein 3-Run-Homerun und insgesamt acht RBI. Nicht schlecht aber auch nicht gut genug. Heidenheims Luke Sommer bestach durch den Win im Auftaktmatch in Paderborn (8.0 IP, 3 ER, 9 Ks) und wusste im zweiten Spiel auch mit dem Bat zu gefallen (2-Run-HR). Aber ein Sommer allein macht noch keinen Doppelsieg.

Der Player of the Week kommt heuer dennoch aus Heidenheim und die Redaktion hat sich für den Heidekopf James McOwen entschieden, der beiden Begegnungen des Viertelfinalshowdowns in Paderborn seinen Stempel aufdrückte. Der 27jährige Outfielder hatte in beiden Partien jeweils vier Hits, markierte insgesamt fünf Runs und steuerte 4 RBI zum Sweep seiner Heideköpfe im Ahorn-Ballpark bei. Die Gäste von der Ostalb können durch den Doppelsieg in der Ferne nun beruhigt in das kommende Wochenende gehen, wo Mike Hartleys Mannschaft daheim nur noch ein Sieg zum Einzug in das Halbfinals fehlt. McOwen, der bereits in Woche 10 nach der Glanzvorstellung in Regensburg die Auszeichnung stellvertretend für die offensive Explosion seines Teams erhielt, konnte gegen den Norddritten ein weiteres Mal überzeugen.

Nur in einem der 28 Spiele – nämlich im zweiten Saisonspiel gegen Stuttgart – blieb der Outfielder unterhalb der .333-Marke. McOwen ist nicht der klassische Powerhitter in einer mit vielen schlagstarken Akteuren gespickten Heidenheimer Mannschaft. Aber wer nur ganze fünf Strikeouts in 135 Plate Appearances kassiert, dazu die meisten Hits und Runs seines Teams erzielt hat, der gilt gemeinhin als Leistungsträger. Zudem ist der treffsichere Außenfeldverteidiger (BAVG: .417) in dieser Spielzeit noch fehlerfrei. Reicht allemal für diese Woche und diese Würdigung.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren