Süd: Titelverteidiger beginnt mit Abend-Kracher / Nightgame auch in Mainz

04. April 2024
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Ewig junges Duell: Insgesamt zwölf Meistertitel vereinen die Heidenheim Heideköpfe (7) und die Guggenberger Legionäre Regensburg (5) (Foto: Kalle Linkert)

Die Saison in der 1. Baseball-Bundesliga Süd startet. Und wie! Gleich zum Auftakt in die neue Spielzeit kreuzen sich die Wege der beiden Topfavoriten. Am Freitagabend (18 Uhr) wird der „Playball“-Ruf an der Brenz ertönen und die Saison 2024 eröffnen. Titelverteidiger Heidenheim Heideköpfe empfängt die Guggenberger Legionäre Regensburg zum Süd-Klassiker. Beide
Vorjahres-Halbfinalisten haben sich hochkarätig verstärkt. Ebenfalls am Freitag (19 Uhr) beginnen die Mainz Athletics und die München-Haar Disciples ihre Mission. Zur Fortsetzung in Heidenheim kommt es am Samstag um 12 Uhr, in Mainz geht es um 13 Uhr weiter. Komplettiert wird die neu reformierte Sechser-Liga mit dem Doubleheader zwischen Hünstetten STORM und den Stuttgart Reds (Samstag, ab 12 Uhr).

Spielerkarussell an der Donau dreht sich

Viel Bewegung gab es im Winter auf Seiten der Guggenberger Legionäre. Insgesamt zehn Neuzugänge präsentierten die Regensburger im Laufe der Offseason. Die interessantesten Personalien stellen dabei die Bundesliga erfahrenen Terrell Joyce (Bonn Capitals) sowie Marlon Jimenez (Mainz Athletics) dar. Auf dem Werferhügel soll mit Scott Harkin ein neuer US-Boy für die nötigen Wins sorgen. Im Gegenzug verließen auch einige Akteure die Oberpfalz. Die schmerzlichsten Abgänge sind das langjährige Werfer-Duo Christian Pedrol (San Marino) und Jan Tomek (Tschechien). Nationalspieler David Grimes steht Trainer Martin Helmig vorerst nicht zur Verfügung. DBV-Auswahl-Kollege David Dinski wechselte nach Heidenheim.

Haarer Speed-Duo wirbelt nun in Heidenheim

Mit Dinski und dem britischen Nationalspieler Nate Thomas von den München-Haar Disciples verstärkten die Heideköpfe ihr ohnehin stets lauffreudiges Team im Running Game und in der Offensive. Der namhafteste Neuzugang steht dem siebenmaligen Meister indes noch nicht Verfügung. Ausnahmewerfer Dalton Duke von Schamann gab bei der EM in Tschechien seinen Einstand in der deutschen Nationalmannschaft und weckte durch seine starken Auftritte viele Begehrlichkeiten. Letztlich machten die Heideköpfe das Rennen. Der ehemalige AAA-Werfer wird allerdings erst im Juni an der Brenz erwartet. Nichtsdestotrotz stehen allen voran mit Süd-MVP Jared Mortensen noch eine Reihe gestandener Bundesliga-Pitcher im Kader des Titelfavoriten. Außerdem konnten Leistungsträger wie Gary Owens, Billy Germaine, Shawn Larry oder der „ewige“ Simon Gühring gehalten werden.

Mainzer Zeitalter nach Boldt beginnt

Etwas ruhiger als bei den beiden Favoriten ging es in der Baseball freien Zeit bei den Mainz Athletics zu. Der Abgang von Marlon Jimenez nach Regensburg dürfte in der Angriffsformation der Rheinhessen eine Lücke hinterlassen. Die größten Fußstapfen, die es zu füllen gilt, hinterlässt jedoch selbstredend Max Boldt. Die Mainzer Ikone beendete nach der letzten Saison nach 20 Jahren seine Karriere. Traditionell werden die „Grün-Gelben“ die Abgänge wohl in erster Linie versuchen mit Eigengewächsen aufzufangen. Neu am Rhein sind Peter Saldana (Tschechien) und Scott Bellina USA).

Bollingers „Jünger“ mit verändertem Gesicht

Schmerzliche Abgänge mussten in diesem Winter auch die München-Haar Disciples verkraften. Vor allem der Wechsel von Nate Thomas zu den Heideköpfen wiegt schwer. Im Gegenzug sicherten sich die Oberbayern die Dienste von Catcher und Outfielder Jake McDonald (zuletzt Tschechien) sowie Infielder Zaino Henriquez (Italien). Von den Bonn Capitals kam Phildrick Llewellyn in die bayerischen Landeshauptstadt. Auf der Trainerbank soll sich Bundesliga-Rekordmann Ryan Bollinger die notwendigen Kniffe ausdenken.

Hünstetten mit neuem Trainer

Jahr eins nach dem Bundesliga-Aufstieg hat Hünstetten STORM mit Bravour bestanden. Mit dem Abstieg hatten die Hessen erst nach der regulären Saison zu tun, als es in die Abstiegsrunde ging. Dem ein oder anderen Topteam konnte die Truppe von Lionel Chattelle zuvor bereits ein Bein stellen. Letztlich sicherte sich der Neuling in der Relegation gegen Rekordmeister Mannheim Tornados sowie den Zweitligisten Gauting Indians den Klassenverbleib. So sind die Hünstettener auch in der verkleinerten Südgruppe mit von der Partie. Das Zepter auf der Trainerbank übernahm Nicholas Pupo.

Stuttgart will weiße Weste wahren

Für die Stuttgart Reds beginnt die neue Saison wie die alte endete. Zumindest der Gegner ist derselbe. Ob die Resultate ähnlich positiv ausfallen, wird sich zeigen. Mit zwei Heimsiegen (6:0, 4:2) gegen Hünstetten beschlossen die Schwaben jedenfalls die Saison 2023 auf dem fünften Rang. Acht Siege in acht Parten gegen STORM standen letztlich für die Reds zu Buche. Mindestens sechsmal treffen die beiden Kontrahenten in diesem Jahr aufeinander. Die Bad Cannstatter begehen die Bundesliga-Reise in 2024 ohne ihren langjährigen Leistungsträger Dustin Ward.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren