Buchbinder Legionäre Regensburg Deutscher Baseball Meister 2013

03. October 2013
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07.12.2022
03:59

Dank einem fulminanten Endspurt feiern die Buchbinder Legionäre Regensburg die Deutsche Baseball Meisterschaft 2013 (Foto: Keller, W.)

Die Buchbinder Legionäre Regensburg sind Deutscher Baseball Meister 2013. Mit 9:7 bezwangen sie die Solingen Alligators in Spiel fünf der Finalserie am Donnerstagnachmittag. 3.000 Zuschauer sahen die entscheidende fünfte Begegnung der Finalserie in der 1. Baseball-Bundesliga in der ausverkauften Regensburger Armin-Wolf-Arena. Die Buchbinder Legionäre konnten dabei einen zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand aufholen. Im siebten Inning schafften sie den Ausgleich. Einen Abschnitt später waren es ein 2-Run-Double von Philipp Howard und ein 2-Run-Homerun von Ludwig Glaser, die den Erfolg klarmachten. Kai Gronauer und Dominik Wulf schlugen Homeruns für die Alligators.

Es war die erwartet spannende Partie. Die Alligators erreichten als erstes die Anzeigetafel. Nachdem Tanner Leighton den dritten Spielabschnitt mit einem Bunt-Single eröffnete, waren es Homeruns von Kai Gronauer und Dominik Wulf, die für die schnelle 3:0-Führung sorgten. Regensburg konterte mit zwei Sacrifice Bunts in der unteren Hälfte, wobei Chris Zirzlmeier die Homeplate überquerte, doch die Gäste lagen mit 3:1 in Front.

Bei dem Spielstand blieb es bis zum sechsten Inning, wo Solingen durch ein Single von Leighton und ein Double von Travis Bass auf 5:1 erhöhte. Doch die Buchbinder Legionäre antworteten erneut im Gegenzug und blieben im Spiel. Singles von Philipp Howard, Ludwig Glaser und Evan LeBlanc sorgten für den 2:5-Anschluss. Danach luden sie die Bases bei einem Aus und Enzo Muschik brachte mit seinem Schlag ins Leftfield noch Glaser über die Platte.

Die Alligators konnten vorerst weiteren Schaden verhindern und retteten sich ins siebte Inning. Dort machten die Buchbinder Legionäre aber weiter, wo sie einen Durchgang zuvor aufgehört hatten. Matt Vance und Philipp Howard kamen per Walk und Double bis auf die zweite und dritte Base. Vance erzielte in der Folge Run Nummer vier durch Ludwig Glasers Groundout. Bei zwei Aus sorgten dann die Howards für den Ausgleich. Chris schlug Bruder Philipp mit seinem Double zum 5:5 herein.

Damit waren die Karten wieder neu gemischt. Solingen lud in der oberen Hälfte des achten Innings die Bases mit drei Walks, darunter ein Intentional Base on Balls für Kai Gronauer. Regensburgs Headcoach Martin Helmig brachte Jonathan Eisenhuth für Daniel Thieben auf den Mound und zwang Dominik Wulf in einen Flyball ins Centerfield, wo Shortstop Matt Vance den Ball mit einem Sliding Catch gerade noch fangen konnte.

Die Regensburger nahmen das Momentum mit in die untere Hälfte desselben Abschnitts. Enzo Muschik eröffnete mit einem Double und rückte per Sac Bunt von Pinch Hitter Maik Ehmcke bis auf die dritte Base vor. Nach einem Intentional Walk für Richard Klijn, folgte durch Matt Vance der nächste Bunt, der aber nur den Briten bis auf die zweite Base schob. Bei zwei Aus war es nun Philipp Howard, der den zweiten Pitch abtropfen ließ. Foulball und der zweite Strike. Den nächsten Pitch beförderte Howard über den Kopf von Leftfielder Sascha Steffens auf den Warning Track. Von dort sprang der Ball über den Zaun. 2-Run-Double für Regensburgs Center Fielder und die 7:5-Führung für die Buchbinder Legionäre. Danach legte Ludwig Glaser einen 2-Run-Homerun nach und machte alles klar.

Im neunten Inning versuchten die Alligators noch einmal alles. Moritz Buttgereit und Nick Renault kamen per Single auf Base. Bei zwei Aus und einem 1-2-Count verkürzte Leighton mit einem 2-Run-Single zum 7:9 und ließ die Gäste weiter hoffen. Dies war aber am Ende nur ein kurzes Aufflackern. Markus Stryczeks Groundball zu Short beendete die Partie und startete die Regensburger Feierlichkeiten.

Für die Buchbinder Legionäre war es der vierte Titel in Folge und der fünfte insgesamt. Die Alligators hatten zuletzt 2006 die deutsche Meisterschaft gewonnen. Solingen hatte die Spiele eins (6:5) und drei (5:4) der Endspielserie für sich entscheiden können. Regensburg hatte in Spiel zwei (8:6) und vier (3:1) die Best-of-Five-Serie jeweils ausgeglichen.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde Matt Vance als Most Valuable Player der Finalserie ausgezeichnet, Justin Kuehn (beide Buchbinder Legionäre Regensburg) als Best Pitcher und Dominik Wulf (Solingen Alligators) als Best Batter. Für Letzteren war die bittere Finalniederlage, bei der er mit drei Hits überzeugen konnte, wohl der letzte Auftritt in der 1. Baseball-Bundesliga. Vor der Saison hatte einer der besten deutschen Spieler des letzten Jahrzehnts sein Karriereende angekündigt.

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Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren